Hintergrund

Die Frage, die fast alle stellen

Der Preis einer dedizierten IGA-Plattform bringt viele zu der Frage: Kommen wir nicht mit dem aus, was wir ohnehin schon bezahlen? Eine berechtigte Frage, und die ehrliche Antwort lautet: manchmal ja. Entra ID Governance ist zu einer echten Alternative für Organisationen mit einer überwiegend Microsoft-basierten Systemlandschaft geworden.

Die Wahl entscheiden drei Dinge: Ihre Systemlandschaft, Ihre Compliance-Anforderungen und die Komplexität Ihrer Organisation – nicht Funktionslisten allein.

Was Entra ID Governance gut kann

Im Microsoft-Ökosystem ist das Werkzeug stark: Access Reviews auf Gruppen, Teams und Anwendungen, Entitlement Management mit Zugriffspaketen, Lifecycle Workflows für das On- und Offboarding von Cloud-Identitäten und privilegiertes Zugriffsmanagement über PIM. Sind Ihre Anwendungen überwiegend an Entra angebunden und Ihre Identitäten in der Cloud geboren, kommen Sie damit weit.

Die Stärke liegt in der Integration: Alles liegt in der Plattform, die Sie ohnehin betreiben, mit Lizenzen, die Sie vielleicht schon haben, und ohne ein neues System, das implementiert und gepflegt werden muss.

Die Unterschiede

Wo sich eine dedizierte IGA-Plattform abhebt

  • Systeme außerhalb von Microsoft: tiefe Provisionierung und Zugriffssteuerung in Fachanwendungen, ERP, Gesundheitsplattformen und allem, was nie in Entra ankommt.
  • Rollenmodell und SoD: Rollenmodellierung und Funktionstrennung über die gesamte Systemlandschaft, nicht nur über Cloud-Anwendungen.
  • Komplexe JML-Regeln: Automatisierung auf Basis von HR-Daten mit mehreren Quellen, Konzernstrukturen und Sonderregeln für Externe und Aushilfen.
  • Rezertifizierung von allem: Zugriffsüberprüfungen über alle Systeme mit Zugriffen – auch die ohne moderne Integrationen.
  • Audit über alles hinweg: eine einzige Antwort darauf, wer worauf Zugriff hat und warum – egal wo der Zugriff liegt.

Die Methode

So entscheiden Sie

  1. Systemlandschaft erfassen

    Wie groß ist der Anteil Ihrer kritischen Systeme außerhalb des Microsoft-Ökosystems? Je größer der Anteil, desto stärker spricht es für eine dedizierte Plattform.

  2. Compliance-Anforderungen klären

    Verlangen NIS2, DORA oder Ihre Prüfer Rezertifizierung und Funktionstrennung auf Fachanwendungen und lokalen Systemen? Dann muss das Werkzeug dorthin reichen.

  3. Datengrundlage bewerten

    Eine HR-Quelle und eine einfache Organisation sprechen für Entra; mehrere Quellen, Konzernstrukturen und Sonderregeln sprechen für dediziertes IGA.

  4. Gesamtkosten rechnen

    Vergleichen Sie Lizenzen, Implementierung und Betrieb über mehrere Jahre – und bedenken Sie, dass die günstigste Lizenz teuer wird, wenn die halbe Landschaft daneben manuell gepflegt werden muss.

Die ehrliche Antwort

Für viele ist die richtige Antwort eine Kombination: Entra ID als Fundament für Authentifizierung und Cloud-Zugriffe, und eine dedizierte IGA-Plattform für die Governance über die gesamte Landschaft. Beides schließt sich nicht aus – in den meisten Architekturen arbeiten sie zusammen.

Welche Richtung Sie auch wählen: Es gilt die Reihenfolge aus unserem Artikel zu Fallstricken in IGA-Projekten. Klären Sie zuerst Bedarf, Datengrundlage und Prozesse, und lassen Sie die Produktwahl aus den Anforderungen folgen.

Sollen wir Ihre Situation durchrechnen?

IGA Ready ist unser strukturiertes Vorprojekt: Wir erfassen Systemlandschaft, Anforderungen und Datengrundlage und geben Ihnen eine Entscheidungsgrundlage für die Produktwahl – ob die Antwort Entra, dediziertes IGA oder eine Kombination ist.