Das Problem

Zugriffe, die das Arbeitsverhältnis überleben

Scheidet ein Mitarbeiter aus, wird das AD-Konto oft als Erstes deaktiviert. Aber ein moderner IT-Alltag besteht aus weit mehr als einem Login: Cloud-Dienste mit eigenem Benutzerverzeichnis, geteilte Postfächer, Fachanwendungen, Testumgebungen und Integrationen, die nie an die zentrale Steuerung angebunden wurden.

Jeder Zugriff, der das Arbeitsverhältnis überlebt, ist eine offene Tür. Manche werden von ehemaligen Mitarbeitenden missbraucht – das größere Risiko sind jedoch Angreifer, die schlafende Konten übernehmen. Die vermisst im Alltag niemand, und deshalb wird der Missbrauch spät entdeckt.

Die typischen Lücken

Hier geht es am häufigsten schief

  • Systeme ohne Integration: Zugriffe, die direkt in Fachanwendungen und Cloud-Diensten angelegt wurden und die niemand entfernt, weil niemand weiß, dass es sie gibt.
  • Externe und Aushilfen: Berater und Zeitarbeitskräfte ohne festen HR-Prozess, bei denen kein Austrittsdatum eine Schließung auslöst.
  • Geteilte Konten und Servicekonten: Passwörter, die die ausgeschiedene Person noch kennt – und die niemand ändert.
  • Rollenwechsel: Mitarbeitende, die die Abteilung wechseln und alte Zugriffe mitnehmen – Jahr für Jahr.

Die Lösung ist ein Prozess, keine Checkliste

Ein Offboarding, das davon abhängt, dass eine Führungskraft daran denkt, der IT zu schreiben, wird früher oder später scheitern. Die tragfähige Lösung ist, das HR-System zum Master zu machen: Das Austrittsdatum wird an einer Stelle erfasst und löst automatisch die Deaktivierung in allen angebundenen Systemen aus, am selben Tag und mit dem Nachweis, dass es geschehen ist.

Für die Systeme, die sich nicht integrieren lassen, ist die Antwort regelmäßige Rezertifizierung: Der Systemeigentümer bestätigt in festen Intervallen, dass jeder einzelne Zugriff noch berechtigt ist. Das fängt sowohl die vergessenen Konten ein als auch die Zugriffe, die über Jahre durch Rollenwechsel angewachsen sind.

Wie viele vergessene Zugriffe haben Sie?

Die ehrliche Antwort: Die wenigsten wissen es. Ein IAM Healthcheck gibt Ihnen ein faktenbasiertes Bild vom Zustand – und einen priorisierten Plan für das Aufräumen.